Das erste Mal mit Wohnwagen oder Wohnmobil nach Norwegen
Norwegen mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen zu bereisen gehört für uns zu den schönsten Möglichkeiten, das Land kennenzulernen. Gleichzeitig unterscheidet sich eine Reise durch Norwegen in einigen Punkten deutlich von einem Campingurlaub in Deutschland: lange Strecken, Fähren, Maut, schmale Straßen und teilweise große Entfernungen zwischen einzelnen Etappen gehören dazu.
Wir sind selbst mit Wohnmobil und Wohnwagen in Norwegen unterwegs gewesen und haben dabei viele Erfahrungen gesammelt. In diesem Guide zeigen wir Dir, was Du bei Deiner ersten Reise beachten solltest – von der Anreise über Fähren und Maut bis zu Campingplätzen, Freistehen, Straßen und Reiseplanung.
Das Wichtigste in Kürze
| Thema | Kurzantwort |
|---|---|
| Norwegen mit Wohnmobil? | Sehr gut möglich |
| Norwegen mit Wohnwagen? | Ebenfalls sehr gut möglich |
| Maut | Auf vielen Straßen automatisch erfasst |
| Fähren | Auf vielen Routen Bestandteil der Reise |
| Freistehen | möglich, aber mit Regeln und Einschränkungen |
| Campingplätze | landesweit vorhanden |
| Straßen | meist gut, teilweise schmal und kurvenreich |
| Anreise aus Deutschland | per Fähre oder über Dänemark/Schweden |
Reiseplanung
Vorfreude ist die schönste Freude! Für die Planung der Norwegenreise gibt es einige gute Quellen im Internet.
Suche im Internet
- Die umfangreiche Webseite „Visit Norway“, informiert z.B. über besonders schöne Landschaftsrouten
- Weitere Seite über norwegische Landschaftsrouten https://www.nasjonaleturistveger.no/de
- Der Nordlandblog ist ein super gemachter Blog, der ebenfalls viele Informationen zu Reisen durch Nordland bietet
Reiseführer
Wir haben hier einen Artikel verfaßt über die unserer Meinung nach besten Reiseführer für Wohnmobil- und Wohnwagenreisen durch Norwegen:
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Hilfreiche Apps fürs Smartphone
Für Reisen mit Wohnmobil und Wohnwagen nach Norwegen gibt es einige sehr gute Apps, die wir in diesem Beitrag vorstellen:
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Norwegen mit dem Wohnmobil: Unsere Erfahrungen
Inzwischen sind wir überwiegend mit dem Wohnmobil in Norwegen unterwegs und genießen vor allem die Flexibilität, die uns diese Reiseform bietet. Gerade in den Fjordregionen mit ihren schmalen, kurvigen Straßen oder auf kleineren Nebenstrecken empfinden wir das Wohnmobil als deutlich unkomplizierter als ein Gespann. Auch ein spontaner Stopp an einem Aussichtspunkt oder ein Wechsel der Route ist schnell gemacht.
Trotzdem sollte man die Entfernungen in Norwegen nicht unterschätzen. 200 Kilometer können sich hier ganz anders anfühlen als auf einer deutschen Autobahn. Fähren, Tunnel, kurvige Fjordstraßen und Fotostopps sorgen regelmäßig dafür, dass wir deutlich länger unterwegs sind als zunächst gedacht. Deshalb planen wir unsere Tagesetappen mittlerweile eher großzügig und lassen uns unterwegs genügend Zeit.
Genau darin liegt für uns aber auch der Reiz einer Norwegenreise mit dem Wohnmobil: Nicht möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern unterwegs spontan anhalten und die Route auch einmal ändern zu können, wenn uns ein Ort besonders gut gefällt – oder das norwegische Wetter andere Pläne mit uns hat.
Norwegen mit dem Wohnwagen: Unsere Erfahrungen
Viele Jahre waren wir mit dem Wohnwagen in Norwegen unterwegs – und würden auch heute niemandem grundsätzlich davon abraten. Im Gegenteil: Mit etwas Planung lässt sich Norwegen sehr gut mit einem Gespann bereisen. Der große Vorteil war für uns immer, den Wohnwagen auf dem Campingplatz stehen lassen und die Umgebung anschließend nur mit dem Zugfahrzeug erkunden zu können. Gerade für Wanderungen und Tagesausflüge ist das ausgesprochen praktisch.
Etwas mehr Vorbereitung braucht es allerdings bei der Routenplanung. Manche norwegischen Straßen sind schmal, steil oder sehr kurvenreich. Mit einem langen Gespann schaut man deshalb besser vorher, was einen erwartet. Wir haben dafür häufig Street View und die norwegischen Straßeninformationen genutzt. Auch das sichere Rückwärtsfahren sollte man beherrschen – auf schmalen Straßen kann es durchaus vorkommen, dass man bis zur nächsten Ausweichstelle zurücksetzen muss.
Unsere Erfahrung ist aber auch: Man muss vor Norwegen mit dem Wohnwagen keine Angst haben. Wer nicht jede noch so kleine Nebenstraße fahren möchte, seine Route vernünftig plant und sich Zeit lässt, kann das Land hervorragend mit einem Wohnwagengespann bereisen. Einige unserer schönsten Norwegenreisen haben wir genau so gemacht.
Das Wetter in Norwegen
Gerade in Fjordnorwegen ist das Wetter wechselhaft und häufig auch im Sommer plötzlich regnerisch. Meist kommt das schlechte Wetter von der Westküste aus angerauscht und zieht dann weit ins Landesinnere. Wir haben die Erfahrung gemacht, das uns die bekannten Wetter-Apps, die man so für Deutschland auf dem Smartphone hat, für Norwegen wenig weiter helfen. Am genauesten trifft noch die Wettervorhersage von der norwegischen Seite Yr.no (englisch oder norwegisch) zu. Auch wenn wir noch so schöne Reiseplanungen für Fjordnorwegen im Vorfeld ausgetüftelt hatten, hat uns das anhaltend schlechte Wetter schon mehr als einmal auf die schwedische Seite Skandinaviens flüchten lassen, wo dann schönster Sonnenschein auf uns gewartet hat. Hier muss man halt entweder Ausdauervermögen und Regenjacken haben oder im Vorfeld flexibel planen.
Gerne nutzen wir auch für die kurzfristige Routenplanung eine Webcam-App. Eine Klimatabelle für Norwegen findest Du z.B. auf Wetter.de.
Die beste Reisezeit für eine Norwegenurlaub
Das ist eine individuell sehr unterschiedliche Frage. Für uns ist die beste Reisezeit zwischen Mitte August und Mitte September. Zu dieser Zeit sind die norwegischen und schwedischen Schulferien schon wieder zu Ende und auch in Deutschland haben nur noch Bayern und Baden-Württemberg Schulferien. Zwar haben die meisten Attraktionen in Norwegen dann schon wieder geschlossen, aber auf den Campingplätzen hat es viele freie Plätze und die Mückenplage ist schon wieder stark abgeflaut. Das Wetter ist schon wieder etwas kühler geworden, aber es reicht immer noch, um ein Bad im Meer zu nehmen und es hat noch ausreichend Sonnentage.
Wer die Mitternachtssonne sehen will, der muss allerdings schon am 23.06. zu Mittsommer in Norwegen sein.
Eine Norwegenreise im Winter ist sicherlich eine besonders intensive Erfahrung, die wir schon lange planen und bald umsetzen wollen um unseren Iveco Daily 4×4 auf Herz und Nieren zu testen.

Wie komme ich mit Wohnmobil oder Wohnwagen nach Norwegen?
Mit Wohnmobil oder Caravan wird man in der Regel mit der Fähre anreisen. Die einfachste aber auch leider teuerste Verbindung mit Colorline schippert von Kiel nach Oslo. Die Überfahrt mit der fahrenden Stadt kann schnell mal 1000€ pro Überfahrt kosten – je nach Länge und Höhe des Gefährts. Wir haben bisher meist die preisgünstigere Variante von Kiel nach Göteborg mit Stenaline genutzt (ca. 400€ einfach). Die Kabinen sind von einfach bis luxuriös buchbar und wir schlafen gerne nach einer langen Anfahrt quer durch Deutschland, während wir uns über Nacht weiter nach Norden bewegen. Von Göteborg reist man auf breiten schwedischen Strassen unkompliziert weiter in ca. 3 Stunden bis nach Oslo. Weiterhin gibt es noch einige kurze Fähren von Hirtshals nach Kristiansand und Larvik oder etwas länger nach Stavanger oder Bergen.
Einen Überblick über Häfen und Fahrtzeiten findest Du hier:
| Von | Bis | Fahrzeit | Fährgesellschaft |
|---|---|---|---|
| Kiel | Oslo | 20h | Colorline |
| Hirtshals | Kristiansand | 2h 15min bis 3h 15min | Fjordline/Colorline |
| Hirtshals | Larvik | 3h 45min | Colorline |
| Hirtshals | Stavanger | 10h 30min | Fjordline |
| Hirtshals | Bergen | 16h 30min | Fjordline |
| Frederikshavn | Oslo | 9h 15min | Stenaline |
| Kopenhagen | Oslo | 17h 15min | DFDS |
Wir sind „Stenaline-Fans“
Insgesamt finden wir, das man mit Stenaline (schwedisch gemütlich) deutlich komfortabler und günstiger reist, als mit Fjordline (norwegisch puristisch). Allerdings ist die Einfahrt in den Bergenfjord (Fähre Hirtshals-Bergen) bei schönem Wetter ein absolut tolles Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Und bei der Ankunft in Bergen ist man ja schon mitten in Fjordnorwegen!
Wer ohne Fähre nach Norwegen reisen möchte, kommt über die – ebenfalls kostenpflichtige – Öresundbrücke über Dänemark und Schweden nach Norwegen. Die Fahrzeit beträgt aus Deutschland bis Oslo mindestens 12 Stunden und zieht sich gewaltig in die Länge. Zumal Südschweden mit seinen riesigen Monokulturen zu beiden Seiten der Autobahn nicht unbedingt ein abwechslungsreiches Reiseziel darstellt. Von einer Anreise ohne Fähre kann ich aus Erfahrung nur abraten – zwar etwas billiger, aber deutlich langatmiger und sehr zeitintensiv. Wer nur die normalen Ferien für die Reise hat, sollte eine schnellere Reiseroute wählen.
- Das Essen auf der Fähre ist meist sehr teuer und eher „naja“, unserer Meinung nach den Preis nicht wert.
- Eventuell Verpflegung für Abendessen und Frühstück in einer Kühlbox mit auf die Fähre nehmen und ein Picknick an Deck oder in der Kabine genießen.
- Wer einen Reise-Wasserkocher mitnimmt, kann sich günstig mit warmem Essen während der Überfahrt versorgen.
Fahren mit Caravan oder Wohnmobil
Der deutsche Führerschein wird in Norwegen anerkannt. Ab 2026 wird aufgrund schwerer Unfälle in der Vergangenheit, bei denen Sommerreifen im Winter benutzt wurden, eine Winterreifenpflicht eingeführt. Schneeketten sind im hohen Norden eine sinnvolle Ausrüstung und sollten mitgeführt werden. Aufgrund der hohen Breitenlage kann es vor allem in Nordnorwegen oder auf höher gelegenen Passstraßen wie dem Sognefjell zu jeder Jahreszeit Schnee geben – wir haben das selbst in den Sommerferien schon erlebt!
Auf Fahren nach Alkoholgenuss sollte unbedingt verzichtet werden.
Überschreitungen werden sehr streng bis zu Gefängnisstrafen geahndet. Wir mussten teilweise schon direkt bei der Ausfahrt aus der Fähre anhalten und „pusten“, weil der norwegische Zoll schon vor dem Schiff Position bezogen hatte. Also sollte sich zumindest der Fahrer des WoMos/Gespanns während der Überfahrt in Abstinenz üben!
Geschwindigkeitsbeschränkungen und Straßenzustand
- Schnellstraßen/Autobahnen: 90-100km/h (über 3,5t max. 80km/h)
- Innerorts: 50km/h
- Außerorts: 80km/h
Du solltest Dich auf jeden Fall an die vorgegebenen Geschwindigkeiten halten, denn Überschreitungen werden mit einem extrem schmerzhaften Bußgeld geahndet. In der Fjordgegend ist die Begrenzung meistens bei 60km/h. Plane also ein, dass man für eine Strecke mindestens die doppelte Zeit benötigt, wie in Deutschland. Auch die Routenplaner wie Google Maps geben die Fahrzeit so gut wie immer deutlich zu optimistisch an! Eine realistische Planung für eine Fahrt entlang eines Fjords liegt bei 30-40km/h.

Besonders die norwegischen Straßen am Fjord und über die Berge sind teilweise sehr eng, kurvig und steil. Hier sind Wohnmobilisten eindeutig im Vorteil. Caravaner sollten sich genau über ihre geplante Reiseroute im Vorfeld informieren, um große Augen während der Fahrt zu vermeiden. Eine gute Quelle ist z.B.
- Google Maps mit seinem StreetView.
- Liste der norwegischen Landschaftsrouten mit Wintersperre.
- Die Straßeninformationen der Staatlichen Norwegischen Straßenverwaltung, vegvesen.no, gibt es leider nur auf Norwegisch, ist aber auch sehr informativ.
- Persönliche Informationen gibt es unter „Traffic and Road Information“, Telefon +47 815 48 991
Speziell für Caravaner
Die Straßen Norwegens wurden in den letzten Jahren immer besser ausgebaut, so dass immer weniger Straßen für Wohnwagengespanne ungeeignet sind (z.B. die Serpentinenstraße nach Lysebotn, Tunnel-Umgehungsstraßen wie z.B. über das Aurlandsfjell sowie weitere kleine, unbefestigte Wege).
Bei der Höhe des Wohnwagens und des Wohnmobils gibt es keine Einschränkungen. Die Breite ist aber auf 2,55m limitiert. Ab 2,30m Breite müssen weiße Reflektoren an den Außenspiegeln angebracht werden.
Die Gesamtlänge des Gespanns (Auto + Anhänger) darf 18,75m nicht überschreiten.
Die Höchstgeschwindigkeit, auch auf Autobahnen, beträgt 80km/h. Es wird empfohlen schnelleren Fahrzeugen Platz zu machen und häufiger rechts ran zu fahren um diese passieren zu lassen. Ausweichbuchten finden sich gerade auf einspurigen Straßen in regelmäßigen Abständen, erfordern aber das sichere Rückwärtsfahren mit dem Gespann.
Mautgebühren
Speziell zum Thema Maut n Norwegen für Wohnmobil und Wohnwagen haben wir aufgrund des Umfangs einen separaten Blogbeitrag mit einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und FAQs geschrieben. Diesen kannst Du gerne hier nachlesen:
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Aktuelle Dieselpreise in Norwegen
Benzin- und Dieselpreise
Auch wenn Norwegen, dank seiner Öl- und Gasvorräte, quasi an der Quelle sitzt, sind die Benzin- und Gaspreise vergleichsweise hoch, ebenso die Dieselpreise. Je höher man im Norden unterwegs ist, umso teurer wird es in der Regel. Wir haben im hohen Norden schon 2,70€ pro Liter Diesel gezahlt.
Aktuelle Preise können auf https://de.globalpetrolprices.com für Benzin und Diesel nachgesehen werden.
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Inlandsfähren
Gerade, wenn es Dich in die Fjordgegend zieht, wirst Du öfter mal eine Fähre nutzen müssen, da die Straße einfach am Fjord vor einer Fähre endet. In der Regel ist das völlig unkompliziert. Ein Mitarbeiter der Fährgesellschaft fotografiert Euer Nummernschild mit dem Handy, das wars. Die Rechnung kommt später per Post. Nur noch aussteigen und Fährfahrt genießen. Meist kann man an Bord einen kleinen Snack kaufen, es werden Toiletten vorgehalten und es gibt ein Aussichtsdeck.
Am Häufigsten wirst Du mit dem Unternehmen „Fjord1“ fahren. Deswegen hier ein Link für Fahrplan- und Preisauskünfte (auf englisch): Fährgesellschaft Fjord 1. Ein typischer Preis für eine Fjordüberquerung liegt für ein Wohnmobil bei ca. 30-45€. Für die Passage Bodø nach Moskenes auf den Lofoten haben wir über 300€ hinblättern müssen. Die Spannbreite ist also groß.
Mit AutoPASS for Ferje läßt sich auf Fährverbindungen viel Geld sparen. Wie das Ganze funktioniert kannst Du in unserem separaten Blogbeitrag (siehe oben) mit einfacher Schritt-für-Schritt-Anleitung und FAQs nachlesen.
Die Sache mit dem Gas…
Zur Befüllung der Gasflaschen gibt es ein recht engmaschiges Autogas-Tankstellennetz. Die rund 100 Stationen sind mit „LPG“ ausgeschildert. Eine Übersicht findet sich auf dieser Seite. Je weiter man im Norden unterwegs ist, umso spärlicher werden die Autogas-Tankstellen jedoch. Über dem Polarkreis also immer gut vorplanen und nicht zu lange mit dem Auffüllen des LPG-Tanks warten! Zum Betanken wird der sog. Dish-Adapter benötigt, diesen muss man mitführen!
Zudem können bei der Firma AGA (www.aga.no) Gasflaschen erworben werden. Am Ende der Reise werden diese dann wieder zurück genommen, wofür 400 NOK gezahlt werden.
Auf Fähren sind die Gasflaschen in jedem Fall zuzudrehen! Dies wird auch stichprobenartig überprüft und man erhält vor der Fährauffahrt einen Aufkleber, mit dem der Gaskasten „verplombt“ werden muss. Gerade bei längeren Fährfahrten lohnt es sich daher nicht, den Kühlschrank zu befüllen, weil das Essen auftauen wird. Ein guter Trick ist es, 1-2 tiefgekühlte Tetrapacks mit Saft in den Kühlschrank zu legen, bevor man ihn ausschaltet. Dadurch kann man die Nacht ohne Strom auf der Fähre ganz gut überbrücken und die Lebensmittel bleiben kalt.
Das Nachfüllen von Alugasflaschen ist möglich, jedoch gibt es noch kein sehr dichtes Netz. Informieren wo sich die Nachfüllstationen befinden, kann man sich auf dieser Seite.
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Übernachten mit Wohnmobil und Caravan
In Norwegen gibt es ungefähr 800 Campingplätze. In den touristischen Hauptregionen liegen meist mehrere nebeneinander. Die meisten Plätze haben eine gute bis sehr gute Infrastruktur und liegen landschaftlich reizvoll. Es gibt jedoch noch immer „norwegisch puristische“ Plätze, wo man kaum etwas geboten bekommt. Viele Campingplätze sind mit Küchen ausgestattet.
Gute Quellen zur Recherche über Campingplätze sind:
- die Webseite Camping.info.
- Die App „Campercontact“ von NKC
- Die App „Park4night“
Wild übernachten ist möglich und grundsätzlich erlaubt (siehe unseren Beitrag über das Jedermannsrecht), jedoch nicht immer gern gesehen, da es in den letzten Jahren überhand nahm und zudem oft Müll in der Natur entsorgt wurde. Auf zahlreichen Plätzen entlang der Hauptstraßen ist daher Camping verboten („Camping forbudt“) oder das Parken zwischen 20 und 8 Uhr nicht gestattet. Regelungen dieser Art sollten beachtet werden, sonst kann es wieder teuer werden oder man muss des Nächtens den Platz räumen.
Zollbestimmungen
Die norwegischen Zollbestimmungen sind sehr streng. Insbesondere der Import von Alkohol, aber auch Tabakwaren unterliegt sehr strengen Begrenzungen. Kleine Überschreitungen werden streng geahndet. Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt möglich, ab einem Wert von 25.000 NOK aber registrierungspflichtig. Bei der Ausreise ist insbesondere zu beachten, dass der norwegische Zoll die Ausfuhr von selbstgeangelten Fisch streng reglementiert hat. Da sich die Ausfuhrmenge immer wieder ändert bitte vorher separat recherchieren. Jegliche Überschreitung der Zollobergrenzen bei der Ein- oder Ausfuhr von Waren mit dem PKW oder im Wohnmobil wird im Regelfall allein dem Fahrer des Fahrzeugs angelastet. Dies auch dann, wenn mehrere Personen im Fahrzeug beteuern, Eigentümer der Waren zu sein. Dadurch können empfindliche Strafen für den Fahrer fällig werden.
Über die genauen zollrechtlichen Vorschriften, die bei einer Einreise nach Norwegen zu beachten sind, informiert – auch auf deutscher Sprache der norwegische Zoll.
Ein- und Ausfuhr von Heimtieren
Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) gilt folgende Regelung:
Das Tier muss eine Identifikation (gut lesbare Tätowierung vor dem 3. Juli 2011) bzw. einen Mikrochip haben.
Das Tier muss gemäß den Empfehlungen des Impfstoffproduzenten (normalerweise frühestens wenn es drei Monate alt ist) gegen Tollwut geimpft worden sein. Es darf nicht vor dem 21. Tag nach der Impfung eingeführt werden. Die Forderung nach einer Tollwutimpfung gilt auch bei der Einreise mit Tieren aus tollwutfreien Staaten.
Hunde müssen 120 bis 24 Stunden vor Einreise gegen Bandwurmbefall behandelt worden sein. Die Einfuhr von einigen Terriern und Wolfshunden ist verboten. Genaue Informationen bietet die Botschaft des Königreichs Norwegen.
Medizinische Versorgung
Wer auf medizinische Betreuung angewiesen ist, sollte sich vorher über die bestehenden Möglichkeiten im dünn besiedelten Norwegen informieren. Regional unterschiedlich kann es im Gesundheitswesen in einigen Bereichen Engpässe geben. Außerhalb der regelmäßigen Dienstzeiten von 8 bis 16 Uhr können die örtlichen Notfallzentralen (legevakt) kontaktiert werden.
Beim zahnärztlichen Notdienst (tannlegevakt) muss in der Regel vor Ort in bar oder üblicherweise per Kreditkarte gezahlt werden. Bei allen anderen Behandlungen ist zur Deckung evtl. anfallender Behandlungskosten die Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card) erforderlich, welche über die heimische Krankenkasse erhältlich ist. Weitere Informationen sind bei der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung im Ausland zu erfragen.
Nur nebenbei: Auf Spitzbergen wird die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card) nicht anerkannt – doch bis dorthin dürfte kaum ein WoMo-Tourist oder Caravaner vorstoßen…
Allgemein wird empfohlen eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholung abzuschließen. Hier bitte darauf achten, das die Rückholung nicht nur bei „medizinischer Notwendigkeit“ erfolgt, das muss nämlich nicht immer der Fall sein, auch wenn man gerne zurück in die Heimat möchte, aber die Behandlung auch in Norwegen durchgeführt werden kann…
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Impfungen
Ebenso wie in Deutschland kommt die FSME in Norwegen landesweit vor. Daher ist es wichtig, seinen Impfschutz auf diese virale Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird zu checken: Bist Du unter 50 Jahren, sollte die letzte Impfung nicht länger als 5 Jahr her sein. Ab dem 50. Lebensjahr, wenn der Immunschutz schwächer wird, sollte man sich alle 3 Jahre impfen lassen. Im Gegensatz zur bakteriellen Borreliose, die erst 12 Stunden nach einem Zeckenstich übertragen werden kann, wird die virale FSME unmittelbar mit dem Stich übertragen. Da es keine ursächliche Behandlung der FSME gibt, hilft nur die rechtzeitige Impfung!
Ansonsten sollte jeder über den auch in Deutschland empfohlenen Immunschutz für Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung (Polio) haben. Auch eine Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) und Pneumokokken (bei über 60-jährigen) sollte vorhanden sein. Die Impfung gegen Hepatitis A (Übertragung über durch Fäkalkeime verunreinigtes Trinkwasser) ist sicher sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig.
Wer sich für weitere medizinische Informationen in Norwegen und Schweden interessiert, kann auf unserem Beitrag hier weiterlesen.
Einkaufen in Norwegen
Bezahlen
In Norwegen wird so gut wie alles mit „Plastikgeld“ bezahlt. Die Debitcard ist in den letzten Jahren zum ubiquitären Zahlungsmittel geworden. Alternativ sind auch Kreditkarten nahezu überall möglich – selbst Parkgebühren lassen sich so bezahlen. Gelegentlich muss aber bei Kreditkartenzahlung noch die PIN eingegeben werden – diese sollte man parat haben.
Das vorherige Wechseln und die Mitnahme von NOK aus Deutschland ist absolut nicht notwendig.
Lebensmittel
Da in Norwegen die Lebensmittelpreise schwindelerregend hoch sind, empfehlen wir den Einkauf beim Discounter als günstigste Alternative. Die wichtigsten Ketten sind Rema 1000, Coop, Kiwi und Bunnpris. In größeren Dörfern und Städten findet man meist mindestens einen der besagten Supermärkte. Wenn man sich mehr in ländlicheren Gegenden aufhält, wird man auch häufiger auf die Kette Joker treffen. Wenn möglich, sollte man die Preise der Läden vergleichen. Im Großen und Ganzen konnten wir Rema 1000 als den günstigsten Discounter verzeichnen. Auf dem Land sind die Preise meist höher als in der Stadt und im Norden sind die Preise höher als im Süden. Insgesamt solltest Du für Lebensmittel etwa das doppelt bis dreifache des Preises, den Du aus Deutschland gewohnt bist, einplanen. Besonders frisches Obst und Gemüse ist gerne noch deutlich teurer.
2026 haben wir zB. in Nordnorwegen eine Portionspackung Brokkoli für 15€ gesehen. Der Liter Milch kostet 2-3 Euro, laktosefrei eher 3€ pro Liter.
Wir hoffen, das wir Euch mit diesen Reisetipps für Eure erste Norwegenreise mit dem Wohnmobil oder dem Caravan helfen konnten! Wenn Ihr noch weitere gute Tipps habt, die wir hier nicht aufgelistet haben, hinterlaßt gerne einen Kommentar, wir freuen uns auf Eure Reaktionen!
Für Deine nächste Tour
Unsere Essentials für Skandinavien
Die Produkte, die wir beim Camping selbst nutzen oder bewusst ausgewählt haben, haben wir in einer thematischen Amazon-Storefront gebündelt, so dass Du sie leichter durchsuchen kannst.
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Was für ein toller Blog
Habt ihr zufällig Tipps wo man einen Wohnwagen mieten kann?
Wir finden nur Camper.
Liebe Grüße Theresa